2.24. Police Officer Sarang

Police Officer Pangunang fängt die Gruppe der fünf Jungs und seinem Kollegen Officer Sarang schon am Windfang ab und führt sie in ihr Office. Ein schmächtiger Junge spielt an einem Laptop Counter Strike.

„Das ist mein Sohn John“, stellt Sarang den Knirps mit Pagenschnitt vor. John zuckt nur schnell mit den feinen Augenbrauen, schaut aber nicht auf.
„Mein Sohn ist etwa so alt wie Ihr, Jungs“, spricht Sarang aufmunternd zu den Fünf.
Die setzen sich ungefragt auf die Stühle um den Schreibtisch.
„Wie alt seid Ihr überhaupt?“, runzelt Sarang die Stirn.
„Ich bin 11“, bricht zögerlich Aboy das Schweigen.
„Ich auch!“, ergänzt Dan.
„Fast 13“, sagt Jan stolz.
Sam taut wie seine Freunde auf: „Ich bin auch fast 13. Also im Mai werde ich 13 Jahre.“
Sarang schmunzelt und entgegnet: „Na, das sind ja noch fast vier Monate.“
Sam reagiert verlegen und zuckt kurz mit den Schultern.
Phil, Dan und Aboy schauen interessiert dem Counter Strike Spiel zu.
John bedient angestrengt und hektisch die Tastatur.
Aus dem Laptop ertönt: „Terrorists win!“ Sarangs Sohn stöhnt und rollt mit dem Bürostuhl ein wenig vom Schreibtisch weg. Seine dünnen Ärmchen sind nun zum Schreibtisch gestreckt.
Phil zeigt zum Laptopscreen: „Du musst auf die Hausecke achten. In diesem Level kommen die Terroristen immer von der linken Hausecke angerannt. Die zuerst und dann alle anderen killen. Dann gewinnst Du das Level.“
John nickt anerkennend. Seine Augen leuchten plötzlich.
„Ich bin gerade 12 geworden“, fährt Phil fort und ergänzt, „im November.“
„Oh, dann ist John ja doch etwas jünger, er ist sieben“, erklärt Sarang.
John rollt mit den Augen und schüttelt den Kopf: „Acht, Papa. Ich bin doch schon acht.“
„Ach, acht?“, ist Papa Sarangs verwunderte Reaktion.
Nun schmunzeln die fünf Freunde und Pangunang.
„Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr gerne eine Runde Counter Strike zocken“, sagt Sarang fröhlich und zieht aus einer flachen Tasche am Schreibtisch ein Tablet-PC und schaltet es ein: „Hier habe ich Angry Birds. Kennt Ihr das?“
Die Jungs nicken zaghaft.
Phil schaut zum Laptop: „Im Dorf haben wir Pisonet. Also drei Minuten Computer spielen für einen Piso. Aber meistens haben wir kein Geld.“
Aboy nickt und grient: „No money, no honey.“
Jetzt schmunzeln alle.

Sarangs Tischtelefon klingelt und sofort hat er den Hörer in der Hand. Er sagt nur wenige Worte: „Okay Ma’am“ und nach weniger Sekunden, „ja, gleich.“
Zu den Fünf sagt er mit einem leichtem Anflug von Traurigkeit in der Stimme: „Mit Zocken wird vorerst nichts, Ma’am möchte Euch sprechen.“

Copyright by NOKBEW!

Werbeanzeigen